Historie

Der Bürgerwindpark Hohenlohe wurde im Jahr 1999 vom Niedernhaller Unternehmer Friedrich Hertweck gegründet. Die Firma Hertweck aus Niedernhall ist ein mittelständiger Heizungs- und Sanitärbetrieb im Kochertal, welche in den letzten Jahren unter anderem Nahwärmenetze für Bioenergiedörfer konzipiert und umgesetzt hat.

1999

1. WEA

Ausgehend als Hobby von Friedrich Hertweck wurde im Jahr 1999 eine der ersten Windenergieanlagen in Nordwürttemberg in Langenburg-Nesselbach neben dem Firmengründer selbst gemeinsam mit weiteren 91 Hohenloher Bürgern umgesetzt. Aufgrund der geringen Erfahrung in Baden-Württemberg wurde diese rund 2. Mio. DM teure Windenergieanlage FL 1000 des ehemaligen deutschen Herstellers Fuhrländer vollständig mit Eigenkapital errichtet.

2000

2. WEA

2000 kam an der Autobahn A 6 in Kirchberg an der Jagst eine weitere Windenergieanlage N50 des deutschen Herstellers Nordex hinzu. Eine lokale Initiative projektierte die Windenergieanlage konnte jedoch das notwendige Kapital nicht aufbringen.

2002

3. WEA

2002 wurde der Standort Nesselbach um eine weitere Windenergieanlage des Typs Fuhrländer FL 1000 erweitert.

2003

Politik

2003 wurde im Landtag Baden-Württemberg das Landesplanungsgesetz um den Bereich Windenergie erweitert. Ab da war nur noch den Regionalverbänden die Möglichkeit zur Ausweisung von Windvorrangflächen gegeben.

2004 / 2005

4. & 5. WEA

2004 bzw. 2005 wurden zwei weitere Windenergieanlagen eines Projektierers im Bereich Schrozberg –Lindlein aufgekauft und in den Anlagenpool übernommen. Bei den Windenergieanlagen NM 82 des dänischen Herstellers Vestas bzw. des Vorgängers NEG Micon handelt es sich um die größten Windenergieanlagen in der Region.

2005

6. WEA

Ende 2005 ergänzte die vorerst letzte Windenergieanlage in Crailsheim-Wegses, eine Fuhrländer MD-77, das Portfolio. Alle Windenergieanlagen werden in Form eines klassischen Bürgerwindparks mit in Summe 400 Kommanditisten aus der Region Hohenlohe betrieben.

2009

Ausbau

Die bis dahin vorhandene Struktur im Sinne eines Hobbybetriebes war den Herausforderungen im Anlagenbetrieb und weiterer Projektierung nicht mehr gewachsen. Ende 2009 übernahmen Fritz-Jürgen Hertweck (Sohn) und Markus Pubantz (Schwiegersohn) die Geschäftsführung. 2010/2011 änderte sich zuerst unter Schwarz-Gelb, dann unter Grün-Rot die Landespolitik gravierend, so dass mit einem erneuten Ausbau der Windenergie im Bundesland zu rechnen ist. Dementsprechend wurden die Kapazitäten des Windparks, welcher mittlerweile 9 Gesellschaften umfasst, erweitert. Insbesondere wurden mit Benjamin Friedle und Margit Heinzinger-Detjen weitere Mitarbeiter eingestellt. Der Bürgerwindpark Hohenlohe umfasst vor allem mit der 2012 gegründeten Bürgerwindpark Hohenlohe (Projektierungs-) GmbH alle Wertschöpfungsstufen der Windenergie.

2014

7. WEA

Der weitere Ausbau des Bürgerwindparks beginnt im Oktober 2014 zusammen mit 76 Bürgern und einer hoch modernen Binnenlandanlage - einer Nordex N117 mit einer Nabenhöhe von 120 Metern und einem Rotordurchmesser von 117 Metern.

2014

Repower

Als weitere Pionierleistung repowert der Bürgerwindpark Hohenlohe 3 Altanlagen in der Region. Die eigene Nordex N50 sowie 2 eigens dafür erworbene E40 Anlagen werden im Oktober 2014 zurückgebaut

2015

8. WEA

Für den Windpark Kohlenstraße der Stadtwerke Schwäbisch Hall realisiert der Bürgerwindpark Hohenlohe mit der Bürgerwindenergieanlage Kohlenstraße und 66 beteiligten Bürgern vorwiegend aus dem Umfeld des Windparks die Bürgerbeteiligung.

2016

9. WEA

Nahezu am selben Standort wie Kirchberg I erwirbt der Bürgerwindpark Hohenlohe von der ingenia project GmbH eine weitere Vestas V-126 gemeinsam mit 71 Bürgerinnen und Bürger.

2016

WEA 10 - 14

Das bislang erfolgreichste Jahr des Bürgerwindparks Hohenlohe wird abgerundet durch die Inbetriebnahme von 5 Windenergieanlagen im Bürgerwindpark Weißbach. Beim in Eigenleistung errichteten größten Projekt beteiligten sich 240 Bürgerinnen und Bürger.